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Letzte Aktualisierung:
05.02.2014

Frau Prof. G. Enders gründet das Labor im Jahre 1979


Das Labor Professor Enders und Partner wurde vor nun mehr als 25 Jahren durch Frau Prof. Dr. med Gisela Enders gegründet. Im April 1979 gab sie ihre Beamtenposition als Regierungsmedizinaldirektorin und Leiterin der virologischen Abteilung im Medizinischen Landesuntersuchungsamt Stuttgart auf, um sich in der freien Praxis als Ärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie niederzulassen. Im Medizinischen Landesuntersuchungsamt hat sie im Jahre 1964 die Virusabteilung eingerichtet und diese bis 1979 zu einer der führenden virusdiagnostischen Untersuchungsstellen in Westdeutschland aufgebaut. Durch Forschungsaufträge der DFG, des Ministeriums für Familie, Jugend und Gesundheit, Bonn und der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten sowie als Mitglied verschiedener Ausschüsse konnte sie durch angewandte klinische Forschung wesentlich zum aktuellen Kenntnisstand auf infektionsdiagnostischen Gebieten, z. B. dem der prä- und perinatalen Infektionen, beitragen.

Bereits 1957 bis 1963 hatte sie in der Virusabteilung des Hygiene-Instituts der Universität Marburg neue virologische und serologische Methoden eingeführt, die sie als Fulbright- und Polio Foundation Research Fellow im Institut von Jonas E. Salk, Pittsburgh PA und in den Laboratorien des Nobelpreisträgers John F. Enders und seiner Kollegen in Boston kennengelernt hatte (1953-56).

Trotz Warnung von wohlmeinenden Fachkollegen und Freunden im Hinblick auf den fraglichen wirtschaftlichen Erfolg hat sie dann 1979 ihre Praxis mit vier sehr engagierten Mitarbeiterinnen in einer 3-Zimmer-Dachwohnung eröffnet.

 

Die Entwicklung des Labors bis heute


Die Routinediagnostik kam sehr rasch in Gang und die Zahl der Einsendungen stieg schnell an, so dass schon 1980 mehr Räume und Personal erforderlich waren. Am Stuttgarter Hölderlinplatz 10, mit 550 qm Laborfläche, wurde dann die von den Einsendern gewünschte Erweiterung ihres virologisch-serologischen Untersuchungsspektrums unter dem Motto „alles aus diesem Labor mit seinen guten Befunden" in Angriff genommen und neue Laborbereiche - Blutgruppenserologie im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge, Bakteriologie, klinische Chemie, Endokrinologie und Molekularbiologie - eingerichtet.

Im Jahre 1988 war aus Platzgründen ein Teilumzug an einen zweiten Laborstandort in der Stuttgarter Lenzhalde 85 notwendig.

Da die Kommunikation zwischen den verschiedenen Laborstandorten nach der Vorstellung von Frau Prof. Enders nicht ausreichend war, wurde ein neues Laborgebäudes geplant und Ende 1994 bezogen. Damit wurde der Wunsch „alles unter einem Dach" erfüllt. So konnten die Befunde der verschiedenen Abteilungen auch im Hinblick auf Anamnese und klinisches Bild zu einem einheitlichen Ganzen zusammengeführt werden.

Heute hat das Labor neben Frau Prof. Enders sechs weitere Partner, Herr Prof. Dr. med. R. Braun, Herrn PD Dr. med. Martin Enders, Herr Dr. med. R. Alkier, Herr Dr. med. Th. Regnath, Herr Dr. med. K.-J. Lüthgens und Herr Dr. med. F. Tewald, die die verschiedenen Arbeitsgebiete in Zusammenarbeit mit akademischen Kolleginnen und Kollegen betreuen und durch technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt werden.

Fortschritte in der Diagnostik von Infektionserkrankungen


Schwerpunkt der Diagnostik im Labor Enders lag und liegt auf dem infektionsdiagnostischen und virologischen Sektor (Serologie und Erregernachweis), insbesondere für Schwangere, das werdende Kind und Neugeborene, aber auch für Kinder und Erwachsene. Die anfangs gebräuchlichen konventionellen Methoden zum Erregernachweis von Viren, später auch von Bakterien und Parasiten und zur Antikörperbestimmung, wurden rasch durch neuentwickelte Methoden nach gründlicher Evaluierung ergänzt bzw. gelegentlich auch ersetzt. Viele der neu auf den Markt kommenden kommerziellen Testkits wurden u. a. im Labor Enders an großen Serumkollektiven auf ihre Spezifität und Sensitivität zum Zwecke der Zulassung beim Paul-Ehrlich-Institut geprüft.

Ein weiterer Meilenstein auf dem Gebiet der Infektionsdiagnostik ist der molekularbiologische Erregernachweis mittels den verschiedenen Modifikationen der PCR. Durch den Einsatz von Light-Cyclern und MagnaPure wurde die PCR-Analytik im Labor Enders in Bezug auf Schnelligkeit und Spezifität enorm verbessert.

Hiermit können die RNA oder DNA der Erreger viraler, bakterieller und parasitärer Infektionen (z. B. STORCH-Diagnostik: Röteln, CMV, Varizellen, Parvovirus B19, Toxoplasmose und weitere Erreger von Respirationserkrankungen wie Influenza, RSV, Pertussis, B. burgdorferi, FSME sowie für die Hepatitiden A-D und HIV) z. T. innerhalb zwei Stunden nachgewiesen werden. Die molekularbiologische Diagnostik wird zusätzlich durch die Möglichkeit der Sequenzierung (z. B. HIV-Resistenzbestimmung und Unterscheidung zwischen Impf- und Wildvirusinfektion [Röteln, Varizellen] bzw. Einschleppinfektion) erweitert.

 

Erfolgskonzept durch Kompetenz und direkte Ansprechbarkeit


Kennzeichnend für das Labor Enders und Partner ist die Durchführung der Analytik mit konventionellen und/oder neuen Methoden, die sorgfältige Dokumentation der Ergebnisse mit Angabe der verwendeten Teste und die Interpretation der Befunde mit Hinweisen zum weiteren Vorgehen auf denjenigen Gebieten, wo langjährige Erfahrung besteht. Diese Erfahrung ist auch in der internationalen Literatur umfangreich dokumentiert, was auch Einsendungen auf einigen Gebieten aus europäischen und außereuropäischen Ländern zur Folge hat.

Weiterhin ist das Labor Enders für eine sinnvolle Stufendiagnostik mit Basis- und Zusatztesten bekannt, die allerdings nur mit guten anamnestischen Angaben des Einsenders möglich ist.

Eine Besonderheit dieses Labors ist die ständige Ansprechbarkeit der Kollegen/innen und Mitarbeiter sowie der gute Kontakt zu den Einsendern. Von großem Nutzen für den neuesten Kenntnisstand auf dem Gebiet der innovativen Forschung sind auch die engen Kontakte zu den in- und ausländischen Forscherkollegen. Last but not least profitieren Anwender und Herstellerfirmen von Laborreagenzien und Impfstoffen von einer guten Partnerschaft, wie sie seit langem mit vielen Diagnostika-Herstellern besteht.

Schwerpunkte über die Infektionsdiagnostik hinaus




Neben der virologischen, molekularbiologischen und bakteriologischen Diagnostik hat sich das Spektrum auch in der klinisch-chemischen Abteilung in den letzten Jahren wesentlich erweitert. Neue Schwerpunkte entstanden im Bereich der Immunologie, Endokrinologie, Gerinnung, Drogenanalytik, Erst-Trimester-Screening und Hygiene. Mittlerweile wird ein umfangreiches Untersuchungsspektrum mit mehr als 3000 Parametern angeboten. Das Labor arbeitet eng mit Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten der Region, aber auch mit verschiedenen Zentren und Einsendern überregional zusammen.

Mit der Betreuung mehrer klinischen Labors im Großraum Stuttgart (u. a in Esslingen) wurde erfolgreich ein weiteres labormedizinisches Wirkungsfeld betreten.

Das Vorgehen mit Einhaltung hoher Qualitätsstandards, Stufendiagnostik und einer meist treffsicheren medizinischen Beratung findet bei immer mehr Kolleginnen und Kollegen im niedergelassenen Bereich und im Krankenhaus hohe Akzeptanz, so dass das Labor Enders und Partner dieses Konzept auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird.

 

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Frau Prof. G. Enders gründet das Labor im Jahre 1979
Die Entwicklung des Labors bis heute
Fortschritte in der Diagnostik von Infektionserkrankungen
Erfolgskonzept durch Kompetenz und direkte Ansprechbarkeit
Schwerpunkte über die Infektionsdiagnostik hinaus