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Letzte Aktualisierung:
12.02.2018
23/10 2017

Influenzasaison 2017/2018

Hier berichten wir Ihnen über unsere Influenzadiagnostik. Die Zahlen der einzelnen Kalenderwochen können sich im Verlauf noch ändern.

Influenzanachweis im Labor Enders

Woche: 
Influenza A 
Influenza B 
Influenza A+B Doppelinf. 
29 
30 
31 
32 
33 
34 
35 
36 
37 
38 
39 
40 
41 
42 
43 
44 
45 
46 
47 
48 
49 
50 
51 
52 
2018/1 
12 
2018/2 
12 
28 
2018/3 
11 
44 
2018/4 
30 
72 
2018/5 
38 
99 
2018/6 
45 
119 

Welche Impfstoffzusammensetzung haben wir in der kommenden Saison 2017-2018?

• ein A / Michigan / 45/2015 (H1N1) pdm09-ähnliches Virus

• A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2)- ähnliches Virus

• B/Brisbane/60/2008 (B-Victoria-Linie)

Für quadrivalente Impfstoffe werden die Antigene der oben genannten Viren sowie eine Variante von B/Phuket/3073/2013-ähnlich (B-Yamagata-Linie) empfohlen.  


Was ist anders zu letztem Jahr?

Der H1N1-Stamm wurde ausgetauscht. 


Was ist zu erwarten?

Normalerweise folgt nach einer starken Influenza A -Saison, wie in Saison 2016/17 mit H3N2-Influenzaviren, eine eher schwächere Saison. Diesen Trend kann man zu Beginn der Saison 2017/18 schon beobachten. Obwohl wir zzt. den Beginn der Influenza-Welle haben, werden schon  jetzt häufiger Influenza B-Viren nachgewiesen obwohl diese normalerweise erst später während der Influenza-Welle auftreten. Laut RKI ist dabei der Anteil der B-Viren aus der Yamagata-Linie sehr hoch. Dieses Virus ist im Dreifach-Impfstoff nicht vorhanden sondern nur im Vierfachimpfstoff.

Wie gut ist die Übereinstimmung der Impfstoffzusammensetzung mit den aktuell zirkulierenden Viren?

Influenza A

Auf der Südhalbkugel dominierten Influenza A (H3N2) Viren in der Saison 2017.Auch in den USA werden vor allem Infektionen mit H3N2 nachgewiesen.

Die Wirksamkeit von Impfstoffen, die A / Hong Kong / 4801/2014 (H3N2)- ähnliche Viren enthielten, war in der Sommer-Saison 2017 in den Regionen der südlichen Halbkugel, wo A (H3N2) -Viren vorherrschten, suboptimal. Zirkulierende A (H3N2)-Viren wurden besser durch ein Frettchen-Antiserum gehemmt, das gegen das im Ei-propagierte Referenzvirus A / Singapore / INFIMH16-0019 / 2016 gerichtet ist und die Mehrheit der jüngsten H3N2-Isolate reagierte schlecht mit Frettchen-Antiseren, die gegen Ei-propagierten A / Hong Kong / 4801/2014-ähnliche Viren generiert wurden. Die Impfstoffzusammensetzung für die Influenza-Saison 2018 (Südhalbkugel) enthält daher nun ein A / Singapore / INFIMH-16-0019 / 2016-ähnliches Virus.

Influenza B

Die globalen Influenzavirus-Zirkulationsdaten zeigten, dass sowohl die B / Victoria / 2 / 87- als auch die B / Yamagata / 16/88-Linien im vergangenen Jahr vorkommen. Allerdings sind in den letzten Monaten in vielen Ländern Infektionen mit der B / Yamagata / 16/88-Linienviren – entspricht dem B / Phuket / 3073/2013-ähnlichen Impf(referenz)virus - vorherrschend.

Fazit: Ein quadrivalenter Impfstoff  ist besser, da er einen Schutz für beide Influenza-A-  und beide Influenza-B-Virus-Infektionen bietet.

WHO-Empfehlungen finden Sie auf der Website des WHO Global Influenza Programs unter:

 http://www.who.int/influenza/vaccines/virus/recommendations/de/

Probenmaterial

Bei Verdacht auf Influenza-Erkrankung in der Akutphase bitte einen Rachen- oder tiefen Nasenabstrich in Röhrchen mit grüner Kappe (Virustransportmedium) oder in 1 ml NaCl einsenden. Bitte beachten Sie, dass bei Influenza-Verdacht die Ausnahmeziffer 32006 angegeben werden kann.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Gisela Enders (0711/6357-120),  PD Dr. med. Martin Enders  (0711/6357-117), Fr. PD Dr. Maren Eggers  (0711/6357-130)

 

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Weitere Informationen zum Thema "Influenza":

Nachweis von Antikörpern gegen Influenza mittels Neutralisationstest

Influenzaimpfung