Home · Sitemap · Impressum


Akkreditiert nach
DIN EN ISO/IEC 17 025
DIN EN ISO 15 189
 
Deutsche Akkreditierungsstelle D-ML-17120-01-00 D-PL-17120-01
 
FDA-Registrierung
3002965587
 
Letzte Aktualisierung:
05.02.2014

Liste der meldepflichtigen Infektionskrankheiten wurde erweitert

Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

am 29. März 2013 ist das „Gesetz zur Durchführung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) und zur Änderung weiterer Gesetze“ [u.a. des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)] in Kraft getreten (IGV-DG, Bundesgesetzblatt Teil I 2013 Nr. 15 28.03.2013, S. 566).

Im Rahmen der Gesetzesänderungen wurde die Liste der meldepflichtigen Infektionskrankheiten um Röteln (postnatale), Mumps, Windpocken (Varizellen) und Pertussis (Keuchhusten) erweitert. Durch die neue Meldepflicht soll die Qualität der infektionsepidemiologischen Überwachung und Bekämpfung dieser impfpräventablen Erkrankungen erhöht werden (Infektionsbericht Baden-Württemberg Nr.12 2013). Im Gegensatz zur bisherigen nicht-namentlichen Meldung [nach §7 (3) IfSG] sind die konnatalen Röteln (Rötelnembryopathie) jetzt namentlich nach §6 bzw. §7(1) IfSG meldepflichtig.

Vom behandelnden Arzt sind nach §6 IfSG der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod namentlich an das zuständige Gesundheitsamt zu melden. Der Meldebogen kann beim Gesundheitsamt angefordert werden. Alternativ steht der (Muster-) Meldebogen über die Internetseite des Robert-Koch-Institutes zum „Download“ zur Verfügung. Sie finden die Datei unter www.rki.de unter den Menüpunkten „Infektionsschutz“ ->„Infektionsschutzgesetz“-> „Meldebögen“.
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/IfSG/Meldeboegen/Arztmeldungen/arztmeldung_node.html.

Das Labor muss nach §7 IfSG den direkten oder indirekten Erregernachweis namentlich an das zuständige Gesundheitsamt melden, sofern die Befunde auf eine akute Infektion hinweisen. Wir werden Sie diesbezüglich auf dem Befund informieren.



Da es sich bei Röteln, Mumps, Windpocken und Pertussis um impfpräventable Erkrankungen handelt und durch serologische Untersuchungen nicht sicher zwischen kürzlicher Impfung und Erstinfektion unterschieden werden kann, sind anamnestische Angaben auf dem Einsendeschein (z. B. Impfstatus, Zeitpunkt einer evtl. durchgeführten Impfung, Symptome, Erkrankungsbeginn) für die korrekte Interpretation der Laborbefunde sowie für eine evtl. Meldung unerlässlich.



Weitere Informationen zur Änderung der Meldepflicht finden Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Institutes (RKI). Bei Fragen können Sie uns auch gerne persönlich kontaktieren.

PD Dr. med. Martin Enders

 

 Seite drucken