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Akkreditiert nach
DIN EN ISO/IEC 17 025
DIN EN ISO 15 189
 
Deutsche Akkreditierungsstelle D-ML-17120-01-00 D-PL-17120-01
 
FDA-Registrierung
3002965587
 
Letzte Aktualisierung:
16.01.2013

Lymphozytendifferenzierung (Immunphänotypisierung, zellulärer Immunstatus)

Die Lymphozytendifferenzierung kann Hinweise auf angeborene (primäre) bzw. erworbene (sekundäre) Immundefekte, auf infekt- und therapiebedingte Zustände und auf das Vorliegen von Leukämien und Lymphomen geben. Es können wichtige unterstützende Informationen zum Erkrankungsverlauf sowie zur Therapiesteuerung erhalten werden, so ermöglicht z.B. die Bestimmungen der CD4-Zellzahl und der CD4/CD8-Ratio in Kombination mit der HI-Viruslast die zur Zeit zuverlässigste Verlaufskontrolle sowie eine bessere Entscheidung und Individualisierung der HIV-Therapie. Die Charakterisierung der Lymphozyten erfolgt mittels monoklonaler Antikörper in der Durchflusszytometrie.

Für den kleinen zellulären Immunstatus werden die T-Lymphozyten (CD3), T-Helferzellen (CD3/CD4) und die Suppressor- bzw. Zytotoxischen T-Zellen (CD3/CD8) unter Angabe der CD4/CD-Ratio untersucht. Bei dem großen Immunstatus werden routinemäßig zusätzlich die B-Lymphozyten (CD19), die Natürlichen Killerzellen (NK, CD16/CD56) sowie die aktivierten T-Lymphozyten (HLADR auf CD3 und CD25 auf CD3) untersucht.

Bei HIV-Infektionen kann außerdem der Aktivierungsmarker CD38 auf den CD8-T-Lymphozyten angefordert werden. Bestimmt wird dabei die Anzahl der Moleküle CD38 auf den CD8-T-Zellen, nicht - wie bei der üblichen Lymphozytendifferenzierung - der Prozentsatz der positiven Zellen! Dieser Marker ist geeignet zur Abschätzung des individuellen Risikos für ein Fortschreiten der HIV-Infektion zu AIDS. Er kann als zusätzliches Kriterium zu einer Therapieentscheidung oder Therapieunterbrechung beitragen.

Weitere Marker können auf Anfrage untersucht werden.

Material: 1 ml EDTA-Blut, Haltbarkeit: ca. 24-36 Stunden

 

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