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Letzte Aktualisierung:
23.05.2014

Darmkrebs-Früherkennung



Fortgeschrittener Dickdarmkrebs im Röntgenbild

Dem Ziel, Krebs beim Menschen heilen zu können, ist man zumindest für einige Geschwulstarten heute einen ganzen Schritt näher als noch vor einigen Jahren. Zu den Krebsarten, die heute erfolgreich behandelt werden können, zählen zum Beispiel Hodenkrebs beim Mann oder manche Arten der Leukämie bei Kindern.

Andere Tumoren können heute durch frühzeitige Erkennung erfolgreich vermieden oder geheilt werden. Hierzu gehört ganz klar der Dickdarmkrebs, der nicht selten ist: immerhin tritt er bei 6 von 100 Personen im Laufe des Lebens auf.

Dickdarmkrebs entsteht über Jahre aus Vorstufen



Großer Polyp im Dickdarm

Seit einigen Jahren weiß man, dass sich Dickdarmkrebs schon lange Zeit vor seiner eigentlichen Entstehung durch sogenannte "Polypen" im Darm ankündigt.

Diese Polypen sind zunächst gutartige Geschwülste der Darmwand, die erst später zu bösartigem Darmkrebs entarten. Durch eine frühzeitige Erkennung dieser Vorstufen kann Darmkrebs also effektiv verhindert werden.

Bei Erkennung des Darmkrebses im Frühstadium sind die Heilungschancen heute mit über 90% außerordentlich gut.

Effektive Vorsorge durch Darmspiegelung

Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) ist die einzige Methode, den Darmkrebs in seinen frühen Formen oder gar dessen Vorstufen mit einer Sicherheit von fast 100% zu diagnostizieren.

Ab dem 55. Lebensjahr wird diese Untersuchung von den gesetzlichen Kassen als Vorsorgeuntersuchung bezahlt. Nutzen Sie diese Chance! Eine Koloskopie ist meist weitaus weniger unangenehm als häufig befürchtet. Nur bei einem kleinen Teil der Patienten kommt es zu Schmerzen, die durch eine Gabe von Medikamenten behandelt werden können. Eine Wiederholungsuntersuchung nach 10 Jahren ist empfehlenswert.

Der herkömmliche Hämoccult-Test ist zu unempfindlich

Bereits seit vielen Jahren wird ein Test auf okkultes (verborgenes) Blut im Stuhl eingesetzt. Bei diesem sogenannten "Haemoccult-" oder "Hämofec-Test" wird Stuhl auf ein Filterpapier gegeben und mit einer chemischen Reaktion untersucht. Leider ist der Test wenig zuverlässig. Die Erkennungsrate für Dickdarmkrebs ist niedrig, es entstehen außerdem viele falsch positive Befunde, die zu einer unnötigen Verunsicherung führen und unnötige Darmspiegelungen nach sich ziehen können.

Verbesserter Test auf Blut im Stuhl

Mittlerweile existieren hochspezifische immunologische Tests auf Blut im Stuhl, bei denen mittels sogenannter Antikörper der rote Blutfarbstoff des Menschen im Stuhl zuverlässig nachgewiesen wird. Studien konnten zeigen, dass hiermit im Vergleich zum Hämoccult-Test etwa doppelt soviel Fälle von Dickdarmkrebs - meist noch in frühen Stadien - erkannt werden können. Auch die oben erwähnten Vorstufen, die Polypen, werden in vielen Fällen erkannt. Ein weiterer Vorteil des Tests ist, dass keinerlei Diät eingehalten werden muss wie das beim herkömmlichen, chemischen Test der Fall ist.

Der Test sollte ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich aus zwei Proben eines Stuhlgangs durchgeführt werden. Falls mit 55 Jahren eine Dickdarmspiegelung durchgeführt wurde und diese einen unauffälligen Befund ergab, kann in den darauf folgenden 5 Jahren auf den Blut-im-Stuhl-Test verzichtet werden.
 

Leider wird dieser verbesserte Test noch nicht als Suchtest auf Darmkrebs von der Krankenkasse bezahlt. Ihr Arzt/Ärztin kann Ihnen den verbesserten Test jedoch anbieten, wenn Sie die Kosten selbst tragen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Hinweise zur Probensammlung

 

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Hinweise zur Probensammlung