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FDA-Registrierung
3002965587
 
Letzte Aktualisierung:
04.04.2012

Abklärung des persönlichen Thromboserisikos


wenn Sie „die Pille“ oder eine Hormonersatztherapie (bei Beschwerden in den Wechseljahren) von Ihrem Frauenarzt verordnet bekommen möchten oder wenn Sie diese Medikamente bereits erhalten, sollten Sie sich die Zeit zum Durchlesen dieser Informationen nehmen.


Die Einnahme der „Pille“ (auch Ovulationshemmer oder orale Kontrazeptiva) stellt eine sehr sichere Methode der Schwangerschaftsverhütung dar. Die Gabe von weiblichen Hormonen zur Linderung der Beschwerden in den Wechseljahren ist ebenfalls eine sehr effektive Therapie.


Bei einigen Patientinnen kann die Therapie jedoch die Thromboseneigung deutlich erhöhen. Im ungünstigsten Fall kann dies zu einer Beinvenenthrombose oder zu einer Lungenembolie führen. Ob Ihr persönliches Risiko eine Thrombose zu bekommen erhöht ist, kann durch eine Blutuntersuchung herausgefunden werden.

Was ist eine Thrombose?

Bei Menschen ohne Gerinnungsstörung findet im Blut normalerweise keine spürbare Gerinnung statt. Erst wenn man sich verletzt und das Blut Kontakt mit der Wundfläche bekommt, wird die Gerinnung aktiviert und ein Blutgerinnsel verschließt die Wunde. Dies ist ein sinnvoller Vorgang, wird doch auf diese Weise verhindert, dass man durch eine kleine Schnittwunde verblutet.

 

Bei einer Venenthrombose entstehen Blutgerinnsel nicht erst bei Kontakt mit einer Wundfläche, sondern schon in den Adern, in denen das Blut langsam strömt (Venen). Ein besonders hohes Risiko stellen erweiterte Venen (Krampfadern) dar. Ein solches Gerinnsel (Thrombus) kann große Teile einer Vene „verstopfen“, das Blut staut sich dann im Bein und führt zu zum Teil starken Schmerzen. Im ungünstigsten Fall löst sich dieses Gerinnsel von der Venenwand, „schwimmt“ mit
dem Blutstrom weiter und verstopft in der Lunge ein oder mehrere Blutgefäße  (Lungenembolie), was je nach Größe des Gerinnsel zu Atemnot, in besonders schweren Fällen sogar zum Tode führen kann.

Wieso entsteht eine Thrombose?

Jede Verlangsamung der Strömung des Blutes erhöht das Thromboserisiko. So erhöht zum Beispiel das lange Sitzen mit abgeknickten Beinen während eines Langstreckenfluges oder Bewegungsarmut durch längere Bettlägerigkeit das Thromboserisiko. Bei Menschen ohne Gerinnungsstörung besteht jedoch ein ausgeklügeltes Gleichgewicht, das eine Gerinnselbildung an falscher Stelle in der Regel verhindert und somit einer Thrombose vorbeugt.

 
Durch vererbbare oder erworbene Störungen dieses Gerinnungsgleichgewichtes kann die Thromboseneigung zunehmen. Die heute bekannten Störungen sind allesamt durch Bluttests feststellbar.

Wann erscheint eine Untersuchung der Thromboseneigung

Prinzipiell steigt bei jeder Frau unter Einnahme von Östrogenen (einem wichtigen Inhaltsstoff der Pille bzw. der Medikamente gegen Beschwerden in den Wechseljahren) das Risiko, eine Thrombose zu erleiden, gering an. Sollten Sie jedoch in der direkten Verwandtschaft oder gar selbst schon Thrombosen gehabt haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie unter Pilleneinnahme eine Thrombose entwickeln, deutlich an. Die Abklärung Ihres erhöhten Thromboserisikos ist dann sehr zu empfehlen.


Leider tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Blutuntersuchungen nicht in jedem Falle. Wenn Sie sich um Ihre Gesundheit unter einer Hormongabe
sorgen, können Sie diese Untersuchungen bei Ihrem Arzt auf eigene Kosten durchführen lassen.

 

Falls Sie weitere Fragen haben, berät Ihr Arzt Sie gerne
und kann Ihnen über die Kosten für die Untersuchungen und die eventuell notwendige Beratung (z.B. über andere Formen der Empfängnisverhütung) Auskunft geben.

 

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Abklärung des persönlichen Thromboserisikos
Was ist eine Thrombose?
Wieso entsteht eine Thrombose?
Wann erscheint eine Untersuchung der Thromboseneigung