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Letzte Aktualisierung:
04.04.2012

Laktoseintoleranz - Wenn die Milch auf den Magen schlägt


 

Leiden Sie nach dem Genuss von Milch -oder Fertigprodukten an Symptomen wie

· Bauchkrämpfe

· Durchfall oder Verstopfung

· Blähungen

· Völlegefühl

· Koliken

· Übelkeit

· Erbrechen

· Kopfschmerzen?

Dann könnte es sein, dass Sie an einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) leiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Laktose und Laktase

Der in der Milch vorkommende Zucker wird Milchzucker oder auch Lactose genannt. Damit dieser Zucker vom Körper verarbeitet werden kann, ist ein Enzym namens Lactase notwendig. Lactase spaltet die Lactose in ihre Bestandteile, die dann im Dünndarm aufgenommen werden können.

 

Was ist eine Laktoseintoleranz?

Menschen mit einer Lactoseintoleranz können den Zucker Lactose nur schwer oder gar nicht verdauen. Das geschieht, wenn die Aktivität des Enzyms Lactase abnimmt oder gar nicht mehr vorhanden ist. Die Lactose gelangt dann ungespalten in den Dickdarm. Hier verursacht sie einerseits einen vermehrten Wassereinstrom in den Darm und wirkt somit abführend. Andererseits wird die Lactose aber auch durch im Darm lebende Bakterien abgebaut. Dadurch bilden sich Gase, wodurch es schließlich zu Blähungen, krampfartigen Bauchschmerzen und anderen Verdauungsstörungen kommt.

 

Zwei Formen der Laktoseintoleranz

Es wird zwischen der erblich bedingten und der erworbenen Laktoseintoleranz unterschieden.

· Bei der erblich bedingten Form ist die Aktivität des Enzyms Lactase beim Kleinkind noch vorhanden, nimmt aber zwischen dem 2. und dem 20. Lebensjahr allmählich ab. Dieser Vorgang wird genetisch gesteuert. Das Risiko, solch eine Lactoseintoleranz zu entwickeln, findet man bei ca. 20 % der deutschen Bevölkerung. In anderen Teilen der Erde kann dieses Risiko bis zu 90 % betragen.

· Die erworbene Lactoseintoleranz dagegen tritt in Folge von Darmerkrankungen, bakteriellen Infektionen oder Magen-Darm-Operationen, sowie nach Einnahme von Antibiotika auf. Im Gegensatz zur erblich bedingten Lactoseintoleranz kann die erworbene Form geheilt werden. Es ist daher wichtig zu wissen, an welcher Form der Laktoseintoleranz Sie leiden.

 

Wie kann man eine Laktoseintoleranz feststellen?

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die erblich bedingte Laktoseintoleranz mit einer Veränderung im menschlichen Erbmaterial zusammenhängt. Diese Veränderung ist mit einem molekulargenetischen Test nachweisbar. Dafür nimmt Ihnen Ihr Arzt eine Blutprobe ab. Das Blut wird im Labor auf die der erblich bedingten Laktoseintoleranz zugrunde liegende Veränderung analysiert. Das Ergebnis erhält Ihr Arzt innerhalb weniger Tage.

Dagegen benötigt man für die Diagnose der erworbenen Laktoseintoleranz Kenntnisse über Vorerkrankungen und/oder Operationen sowie eventuell umfangreichere Abklärungen.

 

 

Was können Sie tun, wenn bei Ihnen eine erblich bedingte Laktoseintoleranz festgestellt wurde?

Eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz wird Sie Ihr Leben lang begleiten. Deshalb ist es sinnvoll, Ihre Ernährung langfristig auf einen weitgehenden Verzicht von Milch und Milchprodukten umzustellen. Dabei sollten Sie insbesondere auf folgendes achten:

· Milchprodukte sind eine wichtige Quelle für Kalzium, welches unter anderem für die Stabilität des Skeletts mitverantwortlich ist. Um der Gefahr einer Osteoporose vorzubeugen, sollten Sie auf eine ausreichende Kalziumzufuhr achten, z.B. in Form eines Calicium-reichen Mineralwasers oder auch in Form von Brausetabletten.

· Achten Sie auf Packungshinweise, da Lactose nicht nur in Milch und Milchprodukten enthalten ist, sondern auch in zahlreichen anderen Nahrungsmitteln, Fertiggerichten, Backwaren und auch als Zusatz in Medikamenten.

Bei der Erstellung eines individuellen Diätplans ist Ihnen Ihr Arzt oder ein Ernährungsberater behilflich.

 

Wo können Sie sich informieren?

www.daab.de/lactose_ern.php

www.laktonova.de

www.onmeda.de/krankheiten/laktoseintoleranz.html?page=1

www.ernaehrung-fuer-gesundheit.de

www.seitenbacher.de/

Natürlich informieren auch wir Sie gerne

Ihre Ansprechpartner im Labor Prof. Enders & Partner, Rosenbergstrasse 85 in 70193 Stuttgart sind:

Herrn Dr. Kai Lüthgens  Tel.:0711-6357-210 (bei medizinischen Fragen)

Herrn Dr. Gunnar Schalasta Tel.:0711-6357-140 (bei Fragen zum Untersuchungsmaterial und zur Testdurchführung) schalasta(at)labor-enders.de

 

 

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Übersicht:

Laktoseintoleranz - Wenn die Milch auf den Magen schlägt
Laktose und Laktase
Was ist eine Laktoseintoleranz?
Zwei Formen der Laktoseintoleranz
Wie kann man eine Laktoseintoleranz feststellen?
Was können Sie tun, wenn bei Ihnen eine erblich bedingte Laktoseintoleranz festgestellt wurde?
Wo können Sie sich informieren?
Natürlich informieren auch wir Sie gerne